Quartierspark
Linsingenkaserne Hameln

Freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb 2019,
2. Preis / 2,3 ha / Stadt Hameln

 

Die Umnutzung der Lingsingenkaserne in Hameln erschließt eine städtische terra incognita. Über Jahrzehnte hinter Mauern geschütztes Terrain öffnet sich zur Stadt und sucht nach neuen Nutzungen – wobei ebenso die städtebaulich richtige Einbindung in das Umfeld zu klären ist. Aufgrund der prozessualen städtebaulichen Entwicklung der Linsingenkaserne sind die Randbereiche des zukünftigen Quartiersparks in Bezug auf bauliche Fassung und Nutzung erst zu erahnen. Als logische Konsequenz wird daher vorgeschlagen die Erschließungselemente, Platzflächen und Orte mit hoher Nutzungsintensität des zukünftigen Quartierspark kreuzförmig in der Mitte der Grünfläche anzuordnen. Plätze an den Endpunkten der kreuzförmigen Erschließung binden sinnvoll in die Zugänge des Quartiers ein. Durch die sich daraus ergebende klare Gliederung der Flächen wird eine obere und eine untere Parkrasenebene definiert. Pappelreihen entlang der Nord- und Südwegeachse betonen die Verbindung zu einem möglichen S-Bahnhalt im Süden und dem Schulzentrum sowie ZOB im Norden. Der Quartierspark bildet ein stabiles Freiraumgerüst und den Nucleus des neuen Quartiers. Die Linsingenkaserne war auch in der vorangegangen militärischen Nutzung ein Ort der körperlichen Fitness. Dieses Thema wird im Zuge der friedlichen Umnutzung umgedeutet und aufgegriffen. Die zentrale Nutzungsidee stellen vielfältige Möglichkeiten der Bewegung, des körperlichen Entdeckens und des Spielens für Alle ohne spezifische Altersvorgaben dar. Dabei sind es verschiedene multikodierte Flächen und Orte, die zur Bewegung motivieren.