Parkbogen Ost
Leipzig

Freiraumplanerischer Ideen- und Realisierungswettbewerb 2019
Engere Wahl / 6,9 ha / Stadt Leipzig

 

VERNETZUNG STADTRAUM – Der Parkbogen Ost schafft neue Verbindungen und bringt vorhandene Orte durch eine gezielte Setzung der Zugänge zusammen. Die ehemals stark barriereartige Wirkung wird durch neue Zuwegungen und Überquerungen nahezu aufgelöst und lädt die Städter zum Erkunden und Besuchen ihres neuen Parkbandes ein.

IDENTITÄTEN AUFNEHMEN – Wie auf einer Bahnreise durch eine vielfältige Landschaft wird der neue Parkweg von unterschiedlichen städtischen Situationen begleitet, die den Parkbogen in einzelne Abschnitte mit jeweils charakteristischer Prägung gliedern. Neben der identitätsstiftenden Wirkung sorgen die  Abschnitte, ähnlich einem Bahnsteig für Orientierung und atmosphärische Verquickung mit dem Stadtraum. Bestehende und neue Nutzer des Grüngürtels, die sich regelmäßig in direkter Nachbarschaft aufhalten, wie beispielsweise Kleingärtner oder Familien in den angrenzenden Stadtquartieren, werden direkt mit einbezogen. Der Parkbogen wird so zu einem Vermittler zwischen dem Vorhandenen und dem Neuen.

ORTE / PLAtTFORMEN / ZUGÄNGE – Um den Zugang zum Parkbogen problemlos und barrierefrei zu ermöglichen, sind in regelmäßigen Abständen Treppen- und Rampenanlagen vorhanden. Sie sind so angeordnet, dass die Querung des Parkbogens nicht nur durch die Unterführungen auf Straßenniveau stattfinden muss, sondern auch schnell und bequem über den Damm hinweg. Den unterschiedlichen Orten im Parkbogen sind verschiedene Nutzungen zugeordnet wie beispielsweise der Waldspielplatz oder Flächen für´s Urban Gardening.

CLUSTER-PFLANZUNG / BIODIVERSITÄT – Drei spezifisch für den Hegelplatz entwickelte Ausstattungselemente reichern das Nutzungsangebot an und definieren innerhalb des Platzes einzelne Verweil-Orte. Die große, etwa 12m lange, beidseitig besetzbare Bank an der Dorotheenstraße wird gestalterisch von der typischen Berliner Parkbank mit charaktristischer Holzlattung und geschwungener Lehne abgeleitet, jedoch nach den Belangen des Design for all modifiziert. Auch die Tischtennisplatte fügt sich mit charakteristischem Metall-Fuß in die Alt-Berlin-Motivik ein. Ein kombiniertes Spiel- und Sport-Gerät, zurückhaltend im südlichen Baumhain „versteckt“, bietet Bewegungsangebote für alle Altersgruppen.